Langlaufrennen in Kreuth bei besten Bedingungen

Kreuth 2021
10.03.2022 Text: H.P. Koller Foto: H.P. Koller

 

Der Langlauf gehört zum SC Kreuth, wie das Club-Aushängeschild Viktoria Rebensburg. Dank der umliegenden Berge ist es in der Klamm möglich, den Sport weit in das Frühjahr hinein auszuüben. Somit hat es Tradition, dass der SC Kreuth einen Wettkampf zum Saisonende hin ausrichtet. Während am Tegernsee die Gäste schon vor den Schaufenstern flanieren, herrschen an der Bundesstraße Richtung Glashütte und Landesgrenze noch optimale Bedingungen für den Langlauf. Dies nutzten 177 Teilnehmer beim Hermine und Sepp-Gedächtnislauf. Für den Nachwuchs wurden die Ergebnisse in die Wertung um den Raiffeisen-Pokal eingepflegt.

Sepp Resch hatte für Nachwuchssportler und insbesondere die Langläufer immer ein großes Herz und eine offene Hand. Ihm zu Ehren benannt der SC Kreuth sein jährliches Rennen am ihm. Als Resch seine Frau Hermine ins Grab folgte, erweiterte der Club die Bezeichnung. Pandemiebedingt war im Vorjahr das Jubiläum ausgefallen. Nun aber hat es geklappt. Man schrieb das Jahr 1971, als die Veranstaltung erstmals unter neuem Namen ausgetragen wurde. Mit am Start war hier Sepp Estner aus Wall. Dass der 72-jährige Estner auch beim 50. Jubiläumsrennen in die Spur ging und auch sein Sohn Seppi und die Enkelin Fiona durch die Loipe pflügten ist ein Beleg, dass der Langlaufsport in allen Altersbereichen Spaß machen kann.

Auch die Gemeinde steht hinter seinem Wintersport-Club. Kurzfristig wurde an der Bundesstraße eine Geschwindigkeits beschränkung aufgestellt, um die Kinder zu schützen, die von den Parkplätzen weg die Straße zu Start und Ziel überqueren. „Wir haben zwar eine große Helfer-Schar, aber sicher ist sicher“, erklärt der nordische Sportwart Thassilo Rodler. Die jüngsten Teilnehmer der Altersklassen U 8 bis U 11 hatten eine separate Strecke von der Klamm weg in Richtung Achenpaß zu bewältigen. AB der Kategorie U 12 war die Gernbergrunde angesagt. Anspruchsvoll durch drei Anstiege und dank der harten Schneeauflage mit schnellen Zeiten zu bewältigen.     Wer nach dem Rennen die Latten abgeschnallt hatte, überbrückte die Zeit bis zur Siegerehrung mit Gulaschsuppe und Brotzeit. Gesponsert vom Schwaigeralm-Wirt Christian Totzauer.        Für die Siegerehrung hatte sich der Funktionärs-Stab um Rodler wieder etwas besonders einfallen lassen. Auch durch Sepp Resch junior durch extra für das Rennen geprägte Medaillen möglich gemacht. Zudem erhielten die Vertreter der teilnehmerstärksten Vereine namhafte Geldpreise. Der SC Lenggries führte diese Auswertung einsam mit 55 Aktiven an, gefolgt von TSV Hartpenning (26), SF Gmund-Dürnbach (25), SC Gaißach (23) und SC Wall (23).

„Es versteht sich nahezu von selbst, dass wir auch im kommenden Winter wieder den Gedächtnislauf in Planung haben. Der Familie Resch, der Vereinstradition und dem Langlaufsport geschuldet“, verabschiedete Rodler die Aktiven nach Hause. Als auf ein Neues im Jahr 2023.